Klappern

Das Klappern ist ein katholischer Brauch, der in der Karwoche das Läuten der Kirchenglocke ersetzt. Der Überlieferung zufolge schweigen die Glocken nach dem Gloria am Gründonnerstag bis Ostern, weil sie alle nach Rom geflogen seien. An ihre Stelle treten die Klapperjungen und Klappermädchen, die morgens, mittags und abends das Angelusläuten übernehmen und die Karfreitags- und Ostermesse ankündigen. Dazu ziehen sie mit Ratschen und Klappern durch die Straßen und rufen verschiedene Verse. In Lünebach rufen die Kinder:

  • Morgens: “et loggt Bedglock”
  • Mittags: “et loggt Mittech”
  • Abends: “et loggt Bedglock”
  • Vorläuten: “et loggt fird iarscht”
  • Hauptläuten: “et loggt zu Hof”

Am Ostersamstag gehen die Klappergruppen dann von Haus zu Haus und sammeln Ostereier, Süßigkeiten und Geld als Belohnung und singen dabei verschiedene Sprüche:

Jras, Jras, Jrumen
Die Huhner picken Blumen
De Hoahne freassen Dreck
Jet mer en jut Steck Speck
Sus jon mer net von der Dirren weg

oder

Een Ei, keen Ei.
Zwee Eier, Spotteier.
Dräi Eier, Ustereier!

Ein Gedanke zu “Klappern

  1. J’ras,J’ras, J’ruhm’
    de Huner plëcke Pluhm’
    de Hønne pëck’n Dreck
    jëtt m’r e juht Stëck Speck
    da jø mø vøn d’r Dirre weck.
    (Anfang 60er Jahre)

    Hëy kunn die Bëlze Jungen, die heesche Birre’ Bungen
    Birre’ Bungen ass jut Spëys, jäkisch Narre’ jën net wëys
    Eier un Saalz, Bøtter un Schmaalz, Mëllich un Mëll
    wean net sëyt dean ass schell.

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